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Etwa
zur selben Zeit sandte der Bischof
Nicolaus von Roeskilde ein Krafel (=Schiff), mit dem zuvor Jacob
H. Piraterie betrieben hatte, nach Gotland. Diese englische Barke blieb
jedoch in der Ostsee und schädigte den lübischen Handel bis
die Lübecker sie in der Annahme, dass sich Honighusen darauf
befände, kaperten. Obgleich man sich geirrt hatte, so
bekannte die Schiffsmannschaft selbst, dass sie Seeraub betrieben hatte
und wurde deshalb hingerichtet. König Johann von Dänemark
aber beschuldigte die Lübecker, dass sie seine "unschuldigen
Diener " erschlagen hätten. Er befahl dem Hauptmann von Bahusen,
Hinrich Krumdyk, gegen die Hanseaten zu kreuzen und legte den
deutschen Kaufleuten in Helsingör und auf den Vitten in Schonen
neue Zölle auf.
In einem Brief des Kaufmanns von Bergen an Johann König
von Dänemark vom 5. Oktober 1491 beklagt dieser die Wegnahme eines
Bergenfahrers durch Jakob Heningkhusen
und
bittet um Sicherung und Erhalt des Friedens. Im November schreibt
Lübeck an den Kaufmann zu London und weist ihn an,
die Räubereien der Huninghusen auch in England zu verfolgen. Im
Februar 1492 antwortet König
Heinrich von England auf ein Schreiben vom September 1491 an
alle wendischen und alle Hansestädte (Hanserecesse,
Bd.3, Urk.60 ): Er
versichert, dass er Heinrich und Jakob Huninghusen, die mit in England
ausgerüsteten Schiffen hansische Schiffe und Gut geraubt und nach
England geführt hätten, zum Ersatz des Geraubten zwingen
werde.
Er erklärt, dass er Huninghusen in keiner Weise unterstützt
habe, nur seine Gesandten mit ihm nach Dänemark geschickt habe und
verspricht, wenn Heinrich Huninghusen ins Reich zurückkehre,
Klagen gegen ihn nicht behindern werde.
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